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Haus im Garten, Illerkirchberg
 
Gebäudetypologisch gliedert sich der Grundriss in drei Teile. Die Aufenthaltsräume schmiegen sich an den Wintergarten im Mittelteil in dem die eichenholzbelegte Stahltreppe nach oben führt. Ein Stahlsteg verbindet die Schlafräume. Im rückwärtigen Bereich des Wintergartens haben Garderobe und das Badezimmer ihren Platz. 
Während sich der Wintergarten im Innern transparent und lichtdurchflutet den Lichtfarben im Tagesverlauf folgend offen gibt, laden die Aufenthaltsräume eher introvertiert mit kleineren Fensteröffnungen zum zurückziehen in die Privatheit ein.
 
In der Konstrukion gliedert sich das Gebäude analog zu den Funkionen. Während die Aufenthaltsräume aus Mauerwerk und Stahlbeton massiv erscheinen gibt sich der Wintergartenn eher leicht mit einfacher Holz- und Stahlkonstruktion.
 
In der Gebäudehülle spiegelt sich diese Funktionsunterteilung wider. Während das Mauerwerk einfach schwarz gestrichen als Absorber für den Luftkollektor dient, fungiert der Wintergarten als passiver Energiesammler. Betoninnenwände als idealer Wärmespeicher nehmen die Sonnenwärme auf, während die Warmluft im Luftkollektor rechts und links aktiv in das Gebäudeinnere geführt wird. Aufgrund regulatorischer Vorgaben konnte das Gebäude nicht südorientiert errichtet werden. So dass morgendlich die Ostfassade erwärmt wird und abendlich die auf der Westseite. Somit ergibt sich ein niedriger ausnutzbares Temperaturnivau, das keine mittägliche Spitze aufweist, sondern ein dafür länger anhaltendes nutzbares Niveau.
 
Die Kosten für die Gebäudehülle konnten durch weglassen von z.B. nicht notwendigem Aussenputz auf dem Mauerwerk weitgehend kompensiert werden.